"Kulturwirt- "




Woher der Name Mohr oder Moro stammt lässt sich nur vermuten. Anno 1757 scheint ein Handelsmann und Gewerke Christof Mohr in Paternion auf, der in der Kreuzen und Stockenboi Bergbau betrieb. Ob er mit den Widmann-Foscari aus Venedig zugewandert ist, ist ungewiss.

Im Handelsregister von 1843, dem Ersten das es gab, ist ein Dominikus Moro in Bleiberg Nr. 91 als Handelsmann ansässig. Auch die Eintragung 1861 lautet auf den gleichen Namen. Im Handelsregister 1878 ist seine Tochter Josefine Münzberg Besitzerin.

Die Moro aber müssen schon früher Eigentümer gewesen sein, denn Hans Mühlbacher schreibt über die napoleonische Zeit anno 1800-1811 folgendes: "............aber die Gewerken verstanden es doch auch, sich recht gut zu unterhalten. Das Zentrum dieser Geselligkeit war der "Gasthof zum Mohren."" Besonders das Kartenspiel wurde gepflegt und es wurde dort um Blocken Blei gespielt, was recht kostspielig werden konnte".

Nach der Lawinenkatastrophe wurde das Objekt vom Lawinenfond gekauft und verpachtet, mit der Auflage, dass bei Lawinengefahr gefährdete Ortsbewohner dort Aufnahme finden konnten. Die Liegenschaft ging dann in den Besitz der Gemeinde,  später dann in den der BBU, von dort in den der Jerne bis zur heutigen Besitzerin Irene LUTZ.

Bewertung des Objektes bei der Ortbegehung der Marktgemeinde Bad Bleiberg und dem Kärntner Bildungswerk am 21. April 1994.

Gasthaus zum Mohren: "Auch dieses historische Gebäude wurde in vorbildlicher Weise restauriert, sodass in die Fassade mit den Putzgliederungen, der passenden Farbgebung, den schmiedeeisernen Fenstergittern sowie den schönen Ausleger ein beispielhaftes Gesamtbild ergeben. Besonders erwähnt muss auch die mit Schmiedeeisen gestaltete Leuchtreklame werden."